Kölsche Musical-Version des Dschungelbuchs

eingestellt von Redaktion (Koeln-vernetzt.info Team), am Dienstag, 9. März 2010

Bei der kölschen Musical-Version des berühmten Dschungelbuchs stehen 111 Grundschüler auf der Bühne. Das turbulente Stück findet im Rahmen der lit.kid.cologne und überrascht mit zusätzlichen Liedern und ganz neuen Kostümen.

Esch/Chorweiler - Die Höhner haben es schon vor Jahren geahnt und gesungen. „Hinger Kölle fängk d'r Dschungel an.“ Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ein Ausflug ins Grüne vor die Tore Kölns schon mal inmitten wilder Tiere endet. Aus der „Dschungelbuch“-Vorlage hat Lehrerin Wilma Overbeck ein turbulentes kölsches Musical geschaffen, das nach zehn Jahren nun erneut aufgeführt wird. Insgesamt sechs Mal wird das „Dschungelbuch op Kölsch“ im Rahmen der lit.kid.cologne im Bürgerzentrum Chorweiler, Pariser Platz, gezeigt.

Premiere ist am 12. März. Mit dieser 15., äußerst aufwändig gestalteten Musical-Produktion, bringt die Lehrerin mit den Kindern der Konrad-Adenauer-Grundschule aus der Escher Martinusstraße erstmals eine Wiederholung auf die Bühne. Allerdings frisch aufgepeppt, mit zusätzlichen Liedern und ganz neuen Kostümen. „Das Dschungelbuch ist seit vielen Jahren eine meiner Lieblingsgeschichten“, sagt Lehrerin Overbeck.

Nur das Schlangen-Outfit, in dem Dana Bensiek (10) verführerisch und mit glockenheller Stimme ihre Vorzüge anpreist („Ich ben schön, intelligent, klooch un jebildt, ävver et bess aan mir es ming üvverjroße Bescheidenheit“) ist aus der Ur-Version übriggeblieben und kommt nach zehn Jahren erneut zum Einsatz. Damals hatte Danas Mutter Andrea Bensiek das giftgrüne Kostüm für ein anderes Mädchen genäht. Der große Bruder Denis war zu der Zeit als Elefant mit dabei. Der will heute selbst Lehrer werden und studiert schon. „Wie viele meiner ehemaligen Darsteller“, sagt Overbeck.

Diesmal sollen noch mehr Kinder mit auf der Bühne stehen. Für 111 Mädchen und Jungen aus dem dritten und vierten Schuljahr stehen derzeit fast täglich Proben auf dem Programm. Die Pänz verkörpern die Knollendorfer Sippschaft um Hänneschen, Bärbelchen, Tünnes, Schäl und Co sowie eine Vielfalt an Dschungeltieren. Dazu zählen rollschuhfahrende Hühner, Stippeföttche tanzende Elefanten und eine trommelnde Affenhorde.

Wie das Mogli-Kind in der Märchenvorlage von Rudyard Kipling wächst hier das Hänneschen (Henry Lüpschen) bei einem Wolfsrudel auf und soll vom fürsorglichen Panther Drüggela (Jovina Fischer) zurück nach Köln gebracht werden: „Do moß dä Tatsaach en et Aug blecke. Et es wie et es.“ Auf dem Weg treffen sie nicht nur die gefräßige Schlange Trudi und den gefährlichen Tiger Schnäuzer (Manuel Herweg), sondern auch den Affenkönig Fädenant (Greta Sommer: „Oh schibiduh, ich wör jän wie do-ho-ho“) sowie den Bären Kunnebät (Jennifer Krah). Mit seinem dicken Bauch („Dat is ming Delikatesse-Schränkche“) entpuppt der sich als wahrer Über-Lebenskünstler. Motto: „Janz wichtig es, dat de dich nit kapott arbeide deis. Leever tirek nix dun wie met vill Möh doch nix schaffe.“ ...

Den vollständigen Artikel finden Sie auf der Homepage des Kölner Stadtanzeigers.


 

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